Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Bnei Baruch – Akademie in Europa

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Wie kann man die Hingabe der Seele messen?

Beim Kabbalastudium sollte man nicht aufgrund des im Verstand neu erlangten Wissens einfach nur klüger werden, sondern es ist wichtig, seine Gefühle zu ändern. Das Herz muss sich ändern, sich ausbreiten. Das Herz lernt die erhabenen Ereignisse, die jetzt vor uns verborgen sind,  wahrzunehmen: die Handlungen des Gebens, der Verbindung, die über unserem Verstand sind.

In der Kabbala gibt es den Begriff “Glaube über dem Verstand“. Das Wissen entspricht dem Verstand. Im Maß meines Verständnisses bin ich im Stande zu geben, wissend, dass es mir gut tun wird. Ich komme in einen Laden, gebe mein Geld und nehme die Ware, dabei gibt es kein Problem.

Der Glaube über dem Versand existiert nicht in unserer Welt. Woher kann ich die zusätzliche Kraft für das Geben über dem Verstand erlangen? Meinem Verstand entsprechend bin ich bereit zwei Dollar für eine Tasse Kaffee zu bezahlen. Man will aber 20 Dollar von mir, damit das Geld für wohltätige Zwecke genutzt werden kann. Woher kommt die Kraft in mir, die übrigen 18 Dollar abzugeben?

Die Kraft, die mich diese zusätzliche Arbeit, meinen Egoismus zu opfern, ausführen lässt, die mir erlaubt, zusätzliche Anstrengungen zu machen, nennt sich „Glaube“. Wir sollten anstreben, genau diese Kraft zu bekommen. Nur mithilfe dieser Kraft wird gemessen inwiefern ich wirklich gebe; nicht nach meiner vernünftigen Berechnung, sondern aus dem Verlangen heraus, dem Hausherrn zu geben.

Das bedeutet, dass ich mit der Berechnung gebe, wie viel ich von Ihm erlangt habe und bereit bin Ihm wieder zurück zu geben, und zwar völlig uneigennützig. Auch wenn ich von Ihm nichts erlange, bin ich bereit Ihm die ganze Welt zu geben. Das nennt sich Hingabe der Seele.

 

Aus dem TES Unterricht vom 21.03.2018

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Warum feiern Kabbalisten Israels 70. Jahrestag?

Breaking Israel News: Beitrag von Dr. Michael Laitman, 18.04.2018

„Aus der Finsternis erschien das Licht, und es trat aus der Verhüllung heraus und offenbarte die Tiefe. Eines kam aus dem anderen hervor. Aus dem Guten kam Schlechtes hervor, und aus Barmherzigkeit das Gericht. Alles ist ineinander eingeschlossen, die gute und die schlechte Neigung, rechts und links, Israel und der Rest der Nationen, weiß und schwarz. Alles hängt voneinander ab“.
– Der Sohar, Kedushim, 7-8.

Die Kabbalisten fügen der Feier zur 70-jährigen israelischen Souveränität einen weiteren Grund zum Feiern hinzu: dass im Staat Israel nach 2000 Jahren spirituellen Exils ein bedeutender spiritueller Wiederaufschwung beginnt.

Dunkelheit und Licht, Abstiege und Aufstiege, Exil und Ruhm sind alle charakteristisch für das Volk Israel, früher und heute. Wir haben Zustände der blühenden Einheit und der brüderlichen Liebe zur Zeit des Ersten und Zweiten Tempels genossen. Wir haben Zustände bitterer Niederlagen erlitten, in denen unbegründeter Hass unsere Einheit zerbrach und es dem Römischen Reich ermöglichte, unsere Uneinigkeit auszunutzen und den Ruin des Tempels herbeizuführen.

Im Exil fanden wir Wege, die Länder, in denen wir uns niedergelassen hatten, zu Wohlstand zu bringen und zu entwickeln, indem wir uns in Bildung, Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie, Recht und Gesellschaft einen Namen machten, obwohl wir voneinander getrennt und über die ganze Welt verstreut waren. Während es jedoch im menschlichen Unterbewusstsein eine eingepflanzte Erwartung an das Volk Israel gibt, eine völlig andere Art von Wohlstand und Wachstum hervorzubringen als die materialistische Version, die wir ihnen bis jetzt gegeben haben, werden wir von dem Dauerphänomen des Antisemitismus geplagt: von Verleumdung und Blutanklage bis zu verheerenden Pogromen und dem Holocaust.

Nach dem grenzenlosen Schrecken, den Millionen unserer Vorfahren im Holocaust erlebten, hatte die Welt Gnade mit uns und unterstützte die Errichtung unserer neuen nationalen Heimat: des Staates Israel. Es verging jedoch nicht einmal ein einziger Tag, an dem wir unsere Unabhängigkeit genießen konnten, und wir waren wieder im Krieg, um das beizubehalten, was uns gegeben wurde.

70 Jahre sind vergangen. Kriege und Instabilität mit jeder unserer benachbarten Nationen haben unsere Entwicklung einer gut ausgerüsteten Armee und der als mächtigste Luftwaffe der Welt eingestuften Armee vorangetrieben. Der Kampf um den Aufbau einer Infrastruktur und die Entwicklung von Exporten aus einem Land mit geringen natürlichen Ressourcen hat uns zu einem der technologisch fortschrittlichsten Länder gemacht.

Es bleibt nur noch, die schwindende nationale Liebe wieder zu entfachen, den seit 2000 Jahren untätigen nationalen Wesenskern wieder zu beleben, uns zur Einheit zu erwecken und das Licht zu entfachen, das die Menschheit unbewusst von uns erwartet.

Deshalb bin ich sehr glücklich darüber, dass wir in den 70 Jahren der Unabhängigkeit Israels eine einmalige Gelegenheit erhalten haben, stolz die Weisheit der Wahrheit zu überbringen und sie öffentlich zu machen. Nach 2000 Jahren von Auf und Ab, Licht und Finsternis, Ruhm und Exil, wurde der Schleier über die Weisheit Israels gehoben – die Weisheit der Kabbala – und wir sind reif, damit anzufangen, unsere wahre Rolle in der Welt zu realisieren: mit dem Ziel „Liebe deinen Freund wie dich selbst“ und „jeder soll seinem Freund helfen“, um „ein Licht für die Nationen“ zu werden.

Wie bei der Entwicklung einer Frucht wird unsere Außenhaut härter, aber der süße innere Teil ist immer noch verborgen. Es ist an der Zeit zu lernen, wie wir diese Haut abschälen und den süßen, inneren Teil Israels der Welt enthüllen können.

Der jährliche Übergang von Jom haSikaron, dem Tag, an dem wir die gefallenen Soldaten und Opfer des Terrorismus in Israel ehren, zum Unabhängigkeitstag, an dem wir die Gründung des Staates Israel feiern, ist symbolisch für die Art, wie wir einen Aufstieg nur nach einem vorausgegangenen Abstieg erfahren können. Die Menschen in Israel erfahren Dunkelheit und Licht nebeneinander, und wir gewinnen Einsichten aus diesen kombinierten Zuständen. Unsere Erinnerung und unsere Unabhängigkeit sind eins, am Morgen trauern wir und am Abend jubeln wir. „Und es war Abend, und es war Morgen, ein Tag“ (1. Mose 1: 5).

 

 



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Meine Gedanken auf Twitter 18/04/2018

Die Ausbreitung der Welten von oben nach unten war die Vorbereitung für die Korrektur. Der Aufstieg von unten nach oben ist die Realisierung dieser Korrektur. Beim Abstieg sind die Bedingungen der Nichtübereinstimmung mit dem Schöpfer erschaffen worden, damit man später aus der Nichtübereinstimmung zur Übereinstimmung mit dem Schöpfer kommt, bis hin zur vollkommenen Verschmelzung.

Alle Korrekturen des Geschöpfes geschehen im Zehner. Der Prototyp des Zehners ist die erste HaWaYaH der Welt der Unendlichkeit. Sie ist bis zur vollen Gegensätzlichkeit zum Schöpfer abgestiegen (Abwesenheit der Verbindung). Danach beginnen wir von unten das Zerbrechen zu korrigieren, indem wir uns im Zehner verbinden.

In der Welt der Unendlichkeit befinden wir uns in der vollkommenen Verbindung mit dem Schöpfer. Wir sehen diesen Zustand aber nicht. Wir sehen unsere Absichten. Anstatt die wahre Wirklichkeit zu sehen, sehen wir einen besonderen Schirm, der uns unsere Arbeit mit dem Schöpfer im Maße unseres “Erwachsenwerdens“ zeigt.

Der Tag der Unabhängigkeit Israels ist der Tag der gegenseitigen Unabhängigkeit. Nur in dem Zustand der vollkommenen gegenseitigen Abhängigkeit, unter dem Einfluss der Umgebung, erlangen wir die Unabhängigkeit jedes Einzelnen von sich selber, von seinem Egoismus “Ich“. Dann können wir zu einem Volk werden, das mit dem Schöpfer gefüllt ist.

Aus dem Buch “die spirituelle Revolution“ von Ben Gurion:

“…die Geschichte hat uns eine große moralische Kraft geschenkt. “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ ist der höchste Imperativ unseres Volkes. Das Land Israel wird seines Namens erst dann würdig, wenn seine sozialen Wechselwirkungen auf diesen ewigen Worten basieren werden“.

 

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Die Umerziehung der Erwachsenen

Frage: Wie soll die Struktur der Integralen Erziehung aussehen? Wie können wir uns mit der Erziehung der Erwachsenen beschäftigen?

Meine Antwort: Natürlich muss man den erwachsenen Menschen erziehen, aber die größte Zuwendung muss man der Erziehung der Kinder widmen, weil es sehr schwer ist, die Erwachsenen zu ändern.

Einerseits spüren sie die Verdorbenheit der heutigen Gesellschaft, in der sie leben und würden sie gerne ändern. Andererseits bedeutet, die Gesellschaft zu ändern, den Menschen zu ändern. Und das ist sehr kompliziert. Aber indem wir uns um unsere Kinder kümmern, d.h.um diejenigen, die uns am Herzen liegen, werden wir uns dabei selber ändern.

Wir alle sind Eltern. Indem wir uns um den Aufbau einer völlig anderer Gesellschaft für unsere Kinder kümmern werden, wie man sagt:“ wenn nicht wir, dann wenigstens unsere Kinder!“, indem wir uns um die nächste Generation kümmern und sie erziehen, werden wir uns dabei gleichzeitig mit unserer eigenen Umerziehung beschäftigen.

Replik: Sollte dann in einen Erwachsenenkurs auf jeden Fall ein Kurs für die Vorbereitung von Kindererziehern integriert sein?

Meine Antwort: Unbedingt! In diesen Kurs sollten Interaktionen integriert werden -zwischen Eheleuten, zwischen Mensch und Gesellschaft, Mensch und Vorgesetztem, und Untergeordnetem, mit Kindern (Erziehung der Kinder).

Der Mensch muss integral mit allen verbunden sein.

 

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Meine Gedanken auf Twitter 17/04/2018

Die Gesetze der materiellen Natur besagen: derjenige, der sie nicht befolgt, wird bestraft.
Die Gesetze der spirituellen Natur beziehen sich auf die Angleichung an den Schöpfer. Sie funktionieren durch die Übereinstimmung der Form in der Entwicklung des Menschen. Das gleicht dem System der Rechtsprechung: es gibt eine Leiter und auf jeder Stufe gibt es ein bestimmtes Gesetz.

Anstatt die Stufen des Gebens und der Liebe zum Nächsten aufzusteigen und dadurch das Licht an die Völker der Welt weiterzuleiten, ist das Volk Israel mit den materiellen Verlangen der Völker durchdrungen. Die Völker leiden, weil Isra-El (direkt zum Schöpfer) die Offenbarung des Schöpfers nicht realisieren. Dahinter verbirgt sich der Antisemitismus in der Welt.

Wenn uns das Verlangen den Schöpfer zu offenbaren gegeben wird und wir zu seiner Realisation voranschreiten, erwecken wir unbewusst viele Leiden in der Welt, damit sie uns zur Notwendigkeit der Offenbarung des Schöpfers drängen. Indem wir uns weigern den Schöpfer zu offenbaren, lösen wir alles Leid in der Welt aus. 

Die Verlangen des Menschen entwickeln sich bis zu dem höchstentwickelten Verlangen überhaupt:“ direkt zum Schöpfer“ (Isra-El). Man spürt solange eine Unzufriedenheit im Leben bis man es erreicht. Dieses Verlangen offenbart sich zu unserer Zeit im Menschen in Form von offenen und verborgenen Depressionen. Gegen diese Depressionen gibt es keine Heilmitteln.

Dat (Religion) ist die Methode der Offenbarung des Schöpfers. Sie geschieht in der mittleren Linie der Seele: Sefirot Dat-Tiferet-Jessod, in Übereinstimmung mit der Korrektur des Verlangens zu empfangen zur Absicht zu geben. Das versteht die Kabbala unter Religion!

Die Fachbegriffe der Wissenschaft der Kabbala, der Wissenschaft der höheren Welt, stimmen mit unserer Welt nicht überein. Die Völker der Welt sind die egoistischen Verlangen jedes Menschen. Israel = Isra-El bedeutet: direkt zum Schöpfer und das ist das Streben eines Menschen zu der Übereinstimmung mit der Kraft des Gebens. Jude oder ewrej (ewer) ist das Verlangen zum korrigierten Zustand zu kommen. Das bezieht sich auf jeden Menschen auf der Welt.

 

Kabbala Akademie auf Twitter



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Meine Gedanken auf Twitter 16/04/2018

Die Erlösung der Welt von der egoistischen Natur geschieht nur mithilfe der Verbreitung der Kabbala unter den Völkern der Welt. Die Kabbala erklärt den Völkern die höhere Weisheit, die das Volk Israel bewahrt hat, damit man sie ihnen übergeben kann. Dabei werden die Völker der Welt den Grund ihrer voreingenommenen Einstellung dem Volk Israel gegenüber erkennen.

Die Mehrheit der Kabbalagegner will diese Wissenschaft annullieren, damit sie überhaupt nicht mehr existiert. Dann würden sie keine Gewissensbisse erleiden, weil sie zu schwach und faul sind, um gegen ihre eigene Natur anzugehen, um auf den Berg des Schöpfers zu klettern. So können sie dann beweisen, dass sie vermeintlich im Recht sind.

Alles was außer uns existiert ist der Schöpfer!

Er offenbart sich in gegenseitigen, sich gegenseitig abstoßenden Eigenschaften. Wir bauen darauf unser spirituelles, antiegoistisches Verlangen (Kli) auf. Wir haben jedoch kein Verlangen zu geben. Unser Verlangen zu empfangen, das einen Schirm hat, funktioniert dann als Verlangen zu geben.

Der Schöpfer offenbart sich in der Verbindung des Zehners, wo sich jeder bis zur Null annulliert hat. Das ist die Verbindung der Gleichberechtigten, obwohl alle unterschiedlich sind. Indem wir uns annullieren, werden wir zu einer Null, die 10 Nullen wie die 10 Sefirot enthält.

Keiner ist vom Druck der Gesellschaft frei. Wenn die Gesellschaft meint, dass „der König nackt ist“, braucht man Mut gegenüber der Realität solch einer Gesellschaft. Man braucht Mut gegenüber der Meinung der Gesellschaft. Jede Gesellschaft ist fähig, jeden, der ihre heiligen Werte umstürzt, unter sich zu begraben!

Genauso fällt es dem Menschen in der Kabbala schwer, seine Meinung zu behaupten. Er verspürt eine Gefahr, wenn er der geläufigen Meinung widerspricht. Noch gefährlicher ist es, die Wahrheit auszusprechen. Dabei tritt eine tierische Angst auf. Das ist so, weil seine Wahrheit nicht offensichtlich ist und die egoistische Gesellschaft gegen die Kabbala gerichtet ist.

Um sich nicht von der Meinung der Gesellschaft verführen zu lassen und sein Recht auf die Wahrheit zu verteidigen, ist man dazu nur mithilfe der Wichtigkeit des Ziels fähig. Nur die Wichtigkeit des Ziels kann uns über die Angst ausgestoßen zu sein, erheben. Der Kabbalist verhält sich nicht gesellschaftskonform, er überwindet die Angst, die böse Kraft. Alle Übrigen kehren zur gewöhnlichen Welt zurück. (s. Shamati 4)

Der Neid zwingt uns, Anstrengungen zu unternehmen. Der Neid ist nützlich, wenn er zum Ziel führt. Ich schätze den Neid, er ist das Seil, das die Freunde dem Untergehenden zuwerfen. Ich halte mich daran fest, weil ich möchte, dass die Freunde größer und stärker sind als ich, weil sich meine ganze Hoffnung in den Freunden befindet.

Die höhere Welt zu offenbaren bedeutet, sich nicht auf die Wahrnehmung die Gesellschaft, sondern auf die Eigenschaft des Gebens auszurichten. Die Ausrichtung geschieht in der Gruppe. Bei der Änderung der Wahrnehmung entsteht im Menschen Angst sich von der Welt abzutrennen, so als ob er die Welt verlassen würde, aus Bnei Baruch austritt. (Shamati 4)

Er sieht die Welt immer durch die anderen, allerdings unbewusst. Der Mensch nimmt die Realität durch die verzerrte Meinung der anderen wahr. Wenn der Mensch die Wahl der Gruppe kennt, tauscht er unter dem Druck der Gruppenmeinung seine Wahrnehmung mit der Wahrnehmung der Gruppe, selbst wenn sich die Gruppe irrt.

 

Dr. Michael Laitman auf Twitter



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Die schwer fassbare Vollkommenheit des Schöpfers erlangen

Die vierte Stufe des Verlangens, Bchina Dalet, welche das geschaffene Geschöpf ist, ist in seinen Eigenschaften dem Schöpfer am weitesten entfernt, aber gleichzeitig mit seiner Fähigkeit Ihn zu erreichen am nächsten. Die anderen Stufen können diesbezüglich nicht bewertet werden, da sie kein reflektiertes Licht enthalten. Es erscheint nur, wenn Bchina Dalet mit ihnen arbeitet.

Sagen wir, dass mein Egoismus und ich von einer bestimmten Melodie, Malerei oder Geschichte geprägt werden. Diese Werke haben selbst keine Gefühle. Indem ich sie jedoch in meinen Egoismus integriere, gebe ich ihnen ein Gefühl und erreiche durch sie den Schöpfer. Sie selbst besitzen es nicht und das ist die Bedeutung der „ersten neun Sefirot“. Die ersten neun Sefirot sind die Eigenschaften, die mir, zusammen mit meinem Ego, die Qualitäten des Schöpfers zu entdecken helfen. Er zeigt sie mir, d.h. meiner Wahrnehmung.

Die Schwierigkeit den Schöpfer wahrzunehmen besteht darin, dass er in Kreisen handelt (ohne jegliche Einschränkung), während das Geschöpf Ihm „in einer geraden Linie“ antworten muss, d.h. mit einem Schirm, der den Egoismus einschränkt. Wenn wir durch den Glauben über dem Verstand von einer Stufe zur nächsten aufsteigen, ist das ein kontinuierlicher, „analoger“ und ganzheitlicher Aufstieg. Wenn wir die nächste Stufe erreichen, sind wir in der Lage, sie als eigenständig, als eine besondere Stufe zu erkennen. Wir enthüllen immer etwas aus Kreisen, aus der Vollkommenheit des Schöpfers, indem wir einen Aufstieg im Glauben über dem Verstand machen. Der Glaube über dem Verstand lässt uns durch die gerade Linie des Geschöpfes der runden Vollkommenheit des Schöpfers immer näher kommen.

Die Kraft der Verbindung kommt aus dem endlosen Licht zu uns. Wenn wir mit Hilfe des Lichts, der Kraft der runden Vollkommenheit, bei der alle gleich sind, das kleinste Maß des Gebens erreichen, bilden wir die Wünsche, die dem Kreis, dem Schöpfer nahe sind. Sie werden durch die gerade Linie in uns geformt.

Durch die gerade Linie erreichen wir allmählich den Kreis. Uns fehlt ein schwer fassbares Hilfsmittel. Wenn wir versuchen den Infinitiv zu berechnen, wird der Bereich in viele Rechtecke, die sich einer Kurve nähern, zerlegt. Der schwer fassbare Rest bleibt immer erhalten.

Ein Mensch erhält den Wunsch von oben, die Absicht baut er aber durch seine eigenen Anstrengungen auf. Die Absicht enthält einen Teil der verbundenen Gefäße, die er von den Freunden bekommen hat, denn die Klipa steht ihm immer im Weg und nervt ihn. Er enthüllt die zusätzliche Absicht, wie ein Kind, das zornig und schnaufend etwas erreichen möchte, und auf diese  Weise lernt er. Durch unsere Bemühungen bauen wir eine Ergänzung zu unserem Wunsch auf, welche als Absicht bezeichnet wird.

 

Aus dem 2. Teil des täglichen Kabbalaunterrichts vom 19/3/18



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Was verbirgt der Schöpfer vor uns?

Frage: Was genau verbirgt der Schöpfer von uns? Welchen zentralen Punkt der Verhüllung gibt es?

Meine Antwort: „Es gibt niemanden außer Ihm“, das ist dieser Punkt. Nichts weiter wird vor uns verborgen.

Frage: Ist auch der Egoismus vor dem Menschen verhüllt?

Meine Antwort: Nein. Wenn ihr mit der Offenbarung des Schöpfers zu arbeiten beginnt, seht ihr, wie euch euer Egoismus ständig ablenkt. Einfache Menschen halten sich nicht für egoistisch, weil sie nicht nach der Offenbarung des Schöpfers streben.

 

Aus der russischen Kabbalalektion vom 11/12/18

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Absolutes Glück

Frage: Was ist der Zustand in der Kabbala, der als ein Zustand vollkommenen, absoluten Glücks beschrieben wird?

Meine Antwort: Das absolute Glück besteht in der vollkommenen Übereinstimmung der rechten und der linken Linie, wenn das egoistische System (gefüllt mit Klipot, Unreinheiten, Grobheit) von der rechten Linie (Geben, Liebe, Fürsorge) ergänzt wird.

Wenn die beiden Systeme gleichzeitig  in der mittleren Linie miteinander existieren, in absoluter gegenseitigen Ergänzung, dann heißt dieser Zustand absolutes Glück.

Es bleibt aber nicht konstant, weil es ständig zusätzliche Verzerrungen, Verderbnis in sich offenbart und damit gefüllt wird. Mit anderen Worten ist jeder spirituelle Zustand, auch das Glück, dynamisch.

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 12/17/2017

[#222628]



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Der Welt Kabbala Kongress – New York, New Jersey, Mai 2018

Frage: Was ist der Hauptgrund, warum ein Mensch an einem Kabbala Kongress teilnehmen sollte?

Antwort: Wir sind in einem Zustand, wo die Weisheit der Kabbala mehr und mehr anerkannt wird. Sie wird nicht mehr, so wie es im Lauf der Geschichte war, allgemeinhin missverstanden. Die Kabbala wurde als Religion, Mystik, Magie oder Philosophie bezeichnet, um nur ein paar zu nennen. Sie ist jedoch eine bedeutende Methode, die wir brauchen,  um uns und die Welt in allen Bereichen zu verbessern.

Die Kabbala erklärt auf persönlicher, häuslicher, sozialer, nationaler und globaler Ebene, die Struktur der menschlichen Beziehungen. Sie befasst sich mit der Bildung von Erwachsenen und Jugendlichen. Sie richtet sich nach dem, was im Leben am Wichtigsten ist, wie man menschliche Werte und Engagements priorisiert und wie man das persönliche, häusliche und staatliche Leben plant, um zukünftig eine harmonische Generation zu schaffen.

Anders gesagt, eröffnet uns die Kabbala eine neue, verbesserte Weltkarte. Sie zeigt, wohin uns die Welt führt und erklärt die Naturgesetze: warum und wie sie auf uns wirken. Sie fragt nicht, ob sie etwas über die Weisheit und das Bewusstsein, die sie offenlegen, wissen wollen. Wenn es für uns wichtig ist, unseren optimalen Platz in der Welt zu finden und ein glücklicheres und einfacheres Leben zu führen, dann ist es wertvoll für uns, von dem zu lernen, was die Kabbala zu bieten hat.

Aus diesem Grund lade ich alle zum Weltkongress der Kabbala ein. Ich bin mir sicher, dass jeder mit einer gesunden, rationalen und praktischen Lebenseinstellung nach Hause gehen wird, sowohl in Bezug auf das persönliche Leben, als auch auf die Welt im Allgemeinen. Im modernen Leben, das global voneinander abhängig ist, wird ein solcher Ansatz dringend benötigt.

Frage: Mit welchen Gefühlen kann ein Mensch auf einem Kabbala Kongress rechnen?

Antwort: Wir erwarten, dass dieser Kabbala Kongress praktisch wird. Er soll den Teilnehmern die Fähigkeit geben, die Kräfte der Natur, die auf uns einwirken, zu spüren und zu lernen, wie man mit den Naturkräften umgeht. Auf diese Weise können wir unser Leben auf individueller, sozialer, nationaler und sogar globaler Ebene gestalten. Wir werden dadurch erfahren, was uns und zukünftige Generationen erwartet. Es wird uns mit der eigenen Ausbildung, mit der Erziehung von Kindern, mit allem geholfen, das heißt, ich werde wissen, wie man mit allem und jedem klar kommt. Daher ist die physische Teilnahme an diesem Kongress sehr wichtig, da diese Dinge nicht aus der Ferne, über das Internet erfasst werden können.

Darüber hinaus werden die Menschen die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen und Antworten zu erhalten. Es wird viele Menschen geben, die andern helfen werden, alles was wir lernen und erfahren, überprüfen und klären zu können. Wir werden sehr glücklich sein, Teilnehmer aller Altersgruppen und Hintergründe, ohne irgendwelche Einschränkungen zu sehen, da die Weisheit der Kabbala der gesamten Menschheit gehört. Alle sind eingeschlossen, da jeder in Bezug auf die Weisheit der Kabbala gleich ist. Wir empfangen sie von Adam HaRishon („der erste Mensch“), deshalb ist sie für alle gleich.



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