Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Eine 3.000 Jahre lange Reise

Frage: Vor 3000 Jahren offenbarten die Menschen das Gesetz der gegenseitigen Bürgschaft: „Liebe deinen Nächsten“. Sie haben schon damals darüber geschrieben. Dies ist dasselbe Gesetz, welches auch auf der Ebene der Elementarteilchen existiert.

Wie kommt es, das wir dieses Gesetz seit Tausenden von Jahren kennen, es uns aber nicht weiter hilft? Wir können unseren Egoismus in keiner Weise ausgleichen.

Antwort: Dieses Gesetz ist gegen unsere Natur. Unsere Natur strebt danach, sich selbst zu erheben, jeden zu unterwerfen, alles in sich aufzunehmen, niemandem etwas zu geben, keinen zu berücksichtigen. Es ist das Gesetz des Egoismus, das in jedem Menschen existiert.

Ich trage nicht wie Tiere einen Kadaver bei mir, den ich mit niemandem teile. Ich will jeden unterjochen, alle sollen meine Sklaven sein und sich vor mir in den Staub werfen. Ich wünsche mir absolute Macht über die ganze Welt. Wenn jemand glaubt, er wäre nicht so, kennt er sich selbst nicht gut genug.

Frage: Wenn die Menschen bereits vor einigen tausend Jahren wussten, dass „alle Sünden mit Liebe bedeckt werden“, es aber nicht erreicht haben, müssen dann vielleicht noch tausend Jahre vergehen, bis wir dazu kommen?

Antwort: Vielleicht. Ich sage nicht, dass es heute enden wird. Wir sind aber auf dem Weg. Wir kommen zur Erkenntnis des Bösen- das wir nicht in unserer Natur leben können. Damit zerstören wir uns selbst und gefährden das Leben auf der Erde. Wir müssen uns irgendwie über unseren Egoismus, über unsere Instinkte erheben, um zu einer integralen Wechselbeziehung zu kommen.

Aus der TV-Sendung „das Zeitalter des Post-Coronavirus“ von 16.04.2020

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Wird der Mensch zur Krone der Natur?

Frage: Wie kommt es, dass der König der Natur in der Lage ist, nicht nur Fremde, sondern sogar sich selbst wegen illusorischer Vorstellungen zu zerstören? Wie passt das zu hohen Idealen, Kultur, Kunst, moralischen Prinzipien und einem mächtigen Intellekt?

Antwort: Wir müssen verstehen, dass wir so gemacht wurden. Es ist erstaunlich, wie uns die Natur auf der einen Seite vernünftig geschaffen und uns auf der anderen Seite mit einem Egoismus ausgestattet hat, der mit nichts zu vergleichen ist. 

Wenn Sie irgendein Tier nehmen, ihm eine Schüssel mit Futter vor die Nase stellen, wird es spüren, ob das gut oder schlecht ist. Wenn Sie einem Menschen eine Schüssel mit leckerem Essen vor die Nase stellen, wird er essen, auch wenn er sich dabei schlecht fühlt.

Es ist ein Problem bei allen unseren Sinnen. Einerseits haben wir viel Verlangen, andererseits verstehen wir nicht, was wir uns wünschen. Wir können nicht mit unserem Verlangen umgehen, sie steuern uns.

Die Tiere werden von ihrem Instinkt geleitet. Dort gibt es keine Zuneigung, keine Liebe, keinen Hass, keine angenehmen oder unangenehmen Dinge, sondern nur „gut“ oder „schlecht“. Es wird, im Gegensatz zu uns in ihrem Organismus gespeichert.

Frage: Ist der Mensch von seinem Potential her die Krone der Schöpfung?

Antwort: Der Mensch wird erst dann zur Krone der Natur wenn er die Erkenntnis des Bösen durchläuft und seine Korrektur abschließt.

Aus dem TV-Programm „Post-Koronavirus-Ära“

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Das Virus hat Probleme in der Familie offenbart

Frage: Das Virus hat die Menschen in ihre Familien getrieben, dabei haben viele entdeckt, wie weit sie voneinander entfernt sind. Könnte es uns zum Nachdenken anregen wie es zu diesen Tragödien in den Beziehungen zwischen den Angehörigen kommt?

Antwort: Natürlich. Menschen, die kaum ein oder zwei Stunden am Tag miteinander verbrachten mussten plötzlich rund um die Uhr kommunizieren. Das ist furchtbar! Wir sind nicht daran gewöhnt, wir werden nicht so erzogen.

Auf der anderen Seite haben wir alles durchgestanden, haben uns irgendwie zusammengerauft und gegenseitig kennengelernt. Vielleicht kannten wir uns jahrelang nicht so, wie wir uns jetzt kennen. Betrachten wir es also positiv.

Der Coronavirus hat es uns ermöglicht, unsere Familie kennen zu lernen. Jetzt müssen wir einen richtigen Vergleich zwischen dem, was wir vorher hatten, und dem, was wir jetzt haben, anstellen. Wenn ich nach der Arbeit zurück zu meiner Familie komme – sehe ich das Gleiche wie früher oder nicht?

Es war notwendig, dass wir irgendwie eine Beziehung zueinander aufbauen, die uns vor dem Virus fehlte, jetzt können wir uns das vorstellen. Ich meine man kann nicht von seiner Familie weglaufen. Deshalb hat uns das Virus ein sehr großes Geschenk gemacht – es zwang uns zusammen in die gleiche Wohnung.

Hier brauchen wir etwas, was wir noch nie hatten – vor allem psychologische, soziale Arbeit mit der Bevölkerung. Wir haben die Menschen nicht auf das Familienleben vorbereitet – nehmen wir zum Beispiel einen Mann in der Rolle des Vaters und Ehemannes.

Ich weiß es von mir selbst. Ich habe viele Fehler im Familienleben gemacht, auch meine Frau. Die Kinder erhielten keine richtige Erziehung. Es handelt sich also um ein komplexes Problem, das gelöst werden muss.

Aus dem Unterricht, 03.05.2020.

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Hass verursacht Viren

Wir verstehen nicht wirklich, wieso COVID aufgetaucht ist. Die Leute suchen nach verschiedene Schuldigen. Sie geben die Schuld China, den Juden, Fledermäusen, Pelz Trägern, der Rodung von Regenwäldern, korrupten Pharma-Unternehmen usw. Niemand gibt sich selbst die Schuld. Niemand schreibt den Ausbruch von COVID-19 unserer eigenen Geringschätzung von allem und jedem anderen um uns herum  zu.

Dies ist verständlich, denn wir erkennen den Gesamtzusammenhang nicht. Obwohl die Wissenschaftler seit mindestens einem Jahrhundert wissen, dass die Welt untereinander vernetzt und alles aus den gleichen paar Teilchen aufgebaut ist, merken wir das in unserem täglichen Leben nicht und verhalten uns, als ob es nicht wahr wäre. Aber sich so zu verhalten, als ob wir nicht miteinander verbunden sind, ist genauso verantwortungslos, wie Wasser zu trinken, von dem uns gesagt wird, dass es mit Listerien verseucht sei, wir dies aber nicht glauben, weil wir die Bakterien nicht sehen können. Es ist nicht nur so, dass alle Teile der Realität miteinander verbunden sind, sind sie auch perfekt miteinander verbunden. Mineralien, Pflanzen und Tiere in unserer Welt funktionieren nach den in sie eingeprägten Naturgesetzen und haben keine Wahlfreiheit. Wölfe sind nicht böse, weil sie andere Tiere fressen, und Rehe nicht gut, weil sie sich von Pflanzen und nicht von anderen Tieren ernähren. Gäbe es keine Fleischfresser, würden sich Pflanzenfresser ungehemmt vermehren, kranke Tiere Viren verbreiten und die Pflanzen, von denen sie leben, ausrotten. Möglicherweise würden sie aussterben, da die Natur einen anderen Weg finden würde, ihre Population in Balance zu halten. Denn, betrachten wir die Natur ist erkennbar, dass sie sich in einem perfekten Gleichgewicht befindet, wo jedes Element die Integrität des gesamten Systems garantiert.

Ein einziger Teil in der gesamten Natur hält sich nicht an dieses Naturgesetz: der Mensch. Er ist das einzige Element, das sich so verhält, als ob er in keiner Beziehung zu irgendetwas stünde. Bis anhin haben wir gegen die Natur gekämpft, sind stärker geworden, und in den letzten zwei Jahrhunderten scheint es fast, als ob wir sie besiegt haben. Schlimmer noch, wir haben auch gegeneinander gekämpft, und unser Hass aufeinander hat uns dazu gebracht, in unserer Verlangen die Konkurrenten zu übertrumpfen, die Natur noch mehr auszubeuten.

Durch unseren Hass und unser Verlangen zu herrschen, auszubeuten und andere zu erniedrigen, haben wir der Natur so viel Schaden zugefügt, dass sie ein natürliches Heilmittel für die menschliche Natur hervorbrachte: das Coronavirus. COVID-19 stoppte uns auf unserem Vormarsch, brachte dies alles zum Stillstand. Es stoppte das Wettrüsten und einen Großteil der Feindseligkeiten zwischen Ländern und hat uns sogar von anderen Menschen distanziert, damit wir uns nicht mehr im Spannungsfeld lebensunwürdiger Arbeitssituationen oder den vom Konkurrenzdenken geprägten Schulsystemen aufhalten müssen.

Weil wir dieses allumfassende System nicht erkennen, begreifen wir nicht, dass es unser Hass ist, der das Virus ausgelöst hat. Wir denken, dass etwas oder jemand anderes den wir hassen es verursacht hat. Darin liegen wir falsch. Unsere persönliche Einstellung zueinander hat diese und andere Seuchen, die uns noch bevorstehen wenn wir den Kurs nicht ändern, hervorgerufen.

“E pur si muove” (Und sie bewegt sich doch) sagte Galileo Galilei, als er gezwungen war, seine Behauptung zu widerrufen, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Heute wissen wir, dass er Recht hatte. In Bezug auf die Wahrheit, was unseren Hass aufeinander betrifft, sind wir jedoch genauso uneinsichtig und hartnäckig wie damals die Gegner von Galileo Galilei. Die Erkenntnis, dass sich die Erde um die Sonne dreht ist zwar wichtig, jedoch nicht so wichtig ist wie die Tatsache, dass Hass Krankheiten und unzählige andere Schwierigkeiten hervorruft. Die Ignoranz erstgenannter Tatsache ist aus heutiger Sicht etwas peinlich; die Ignoranz letzterer Tatsache aber, kann uns allen das Leben kosten.



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Wann bekommt der Mensch die Rechnung

Veröffentlicht in ML.com

Semion Vinokur: Ein Mensch wählt nicht aus, wann und in welcher Familie er geboren wird, ob er krank oder gesund, reich oder arm sein soll… Dies geschieht einer höheren Absicht entsprechend, der Mensch hat keinen freien Willen.

Jonathan Swift sagte: “Für all die Freude und Unterhaltung werden wir mit Leid und Sehnsucht belohnt.”

M. Laitman: Aus kabbalistischer Sicht ist es nicht so. Denn wenn ein Mensch nicht aus freiem Willen geboren wird, seine Familie nicht aussucht, eine wunderbare Erziehung genießt, alles hat, was er benötigt, weil seine Familie wohlhabend ist, und so weiter und so fort, kann man nichts von ihm verlangen. Er wurde so nach der höheren Absicht erschaffen.

Frage: Hat er keine Freiheit?

M. Laitman: Nein, natürlich nicht. Er ist für nichts verantwortlich. Erst wenn der Mensch die Gelegenheit bekommt, sich neu zu orientieren, wird man ihn danach fragen. Aber auch nur in dem Maße, wie ihm diese Möglichkeit tatsächlich gegeben wurde.
Alle Menschen, die es in unserer Welt gibt, ob reich oder arm, gesund oder krank, so wie sie existieren, so existieren sie.  Es dürfen keine Anforderungen an sie gestellt werden. Rest des Beitrags lesen →



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Die Wurzel unseres Lebens kennen

Frage: Welche Kraft treibt uns an, die Antwort auf die Frage „Was ist der Sinn des Lebens“ zu finden? Es wäre schön, diesen Unsinn aus dem Kopf raus zu schmeißen und ein erfülltes Leben hier und jetzt zu führen und zu genießen. Was treibt uns an, das herauszufinden?

Antwort: Es hängt nicht von dir, sondern von der Wurzel deiner Seele ab.

Im Menschen, gibt es neben dem Wunsch, diese Welt, dieses Leben zu genießen, besser als andere, stärker, respektvoller zu sein, einen weiteren kleinen, aber innigen Wunsch – den Sinn des Lebens zu kennen. Schließlich, ohne es zu Verstehen, scheint alles andere sehr klein, vorübergehend, unvermeidlich zu sein.

Der Wunsch, den Sinn des Lebens zu verstehen, warum ein Mensch geboren wird, ist sehr gut, aber er muss verwirklicht werden. Dazu ist es notwendig, sich über das Leben zu erheben, denn im Leben in seiner einfachen Daseinsform gibt es keinen Sinn. Um darüber hinauszukommen, muss man eine besondere Technik beherrschen.

Frage: Was bedeutet darüber hinauszukommen? Was ist höher als das Leben?

Antwort: Seine Wurzel- dort wo unser Leben startet, wo es kontrolliert wird, wo alle Signale auf uns zukommen und woher die Signale aus unserer Welt kommen.

Aus dem Unterricht , 24.05.2020

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Bildung, die uns glücklich macht

Warum genau schicken wir unsere Kinder zur Schule? Damit sie erfolgreich Karriere machen, viel Geld verdienen und sich dadurch Respekt verdienen? In Wirklichkeit möchten wir doch nur, dass sie glücklich sind, nicht wahr? Wir glauben nicht wirklich, dass Schule den Menschen glücklich macht. Doch ohne Schulbildung, denken wir, kann heute niemand mehr überleben. 

Was ist heute das Resultat dieses Dilemmas? Sehr wenige Menschen sind wirklich glücklich und viele versagen sogar in diesem System. In den vielen Schuljahren eignen sich die Kinder, abgesehen von einigen Lernmethoden oder Vermeidungsstrategien, keine Fähigkeiten an, um damit ein glückliches Leben führen zu können. Sie lernen nicht, wie man ehrliche Beziehungen aufbaut, erlangen kein Verständnis für die menschliche Natur und haben nach all den Jahren keine Vorstellung von der Welt in der wir leben, geschweige denn davon, wohin das alles führen soll. Mit wenigen Ausnahmen erhalten die heutigen Schulen deshalb also keine Bestnote in “Bildung für Lebenstauglichkeit”.

Um das zu ändern, müssen wir Bildung neu definieren. 

Betrachten wir uns, sind wir, wenn wir geboren werden, wie hilflose Tiere. Ohne elterliche Fürsorge wären wir nur sehr kurze Zeit überlebensfähig. Kein Tier ist so hilflos wie ein neugeborener Mensch. Doch genau aus diesem Grund können wir uns auch am weitesten entwickeln. Diese Voraussetzungen ermöglichen es uns, jeden Aspekt unserer Existenz zu erlernen, vom grundlegendsten bis zum erhabensten. Dadurch können wir eine tiefere Bewusstseinsebene erlangen, als nur tierische Instinkte. 

Erkennen wir dieses Potenzial, können wir uns vom niedrigsten, zum erhabensten Wesen entwickeln. Das ist das Ziel integraler Bildung. Integrale Bildung lehrt uns, dass die Natur eine unteilbare Einheit ist. Weil wir uns als abgetrennte Individuen sehen, erscheint uns die Welt in verschiedene Elemente aufgeteilt. Bildung sollte uns helfen, die Welt als integrales Ganzes zu sehen und uns als darin enthalten zu fühlen. Dies ist kein intellektuelles Wissen, sondern eine greifbare Erfahrung die wir machen, wenn wir uns ernsthaft damit beschäftigen.

Aus diesem Grund ist diese Art von Bildung nicht für Kinder und Jugendliche geeignet. Sie sollte die Erwachsenen zu integral fühlenden Menschen ausbilden, die dann als Vorbilder ihre Kinder dementsprechend erziehen können. Integrale Bildung findet in Gruppen statt, die an ihrer Verbindung arbeiten, bis sie zu einem Ganzen werden. Durch die Arbeit an der Bildung einer Entität entwickelt sich die integrale Wahrnehmung und ermöglicht es, damit auch die Realität als integral wahrzunehmen. 

Ohne unsere Verbundenheit zu verstehen und zu erfahren, werden wir nicht wissen, wie wir mit den mit zunehmender Häufigkeit und Schwere auftretenden globalen Krisen umgehen sollen. Wenn wir nicht begreifen, dass wir Eins sind und daher füreinander verantwortlich, werden wir in der integralen Realität, die sich uns zukünftig immer stärker zeigen wird, nicht überleben können. In Zukunft gilt deshalb jemand als eine gebildete Person, der innerlich mit der Menschheit, mit dem Planeten, mit allem verbunden ist. Dies ist die einzige Bildung, die uns durch Krisen führen kann und uns glücklich machen wird.



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Die spirituelle Rolle der Frau, Teil 10

Wer ist korrigierter: Mann oder Frau?

Frage: Kann man sagen, dass eine Frau in der Regel spirituell korrigierter ist als ein Mann?

Antwort: Ja, teilweise. Andererseits bekommt ein Mann aber dementsprechend mehr Möglichkeiten als eine Frau, sich selbst zu korrigieren. Man kann also nicht sagen, dass spezifisch ein Mann mehr Bedingungen und Möglichkeiten hat als eine Frau.

Frauen haben einen viel ausgewogeneren Egoismus und viel weniger Zustände. Bei Männern ist es genau umgekehrt.  Bei Männern und Frauen gibt es im übrigen einen riesigen Unterschied – eine Reihe von egoistischen Zuständen.

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Aus Kab TV´s „Grundlagen der Kabbala“, 08.03.2020



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Covid als Fahrer – Wohin bringt er uns?

Der Höhepunkt des Sommers ist erreicht und die Ausbreitung von Covid steigt immer noch rasant. Sobald sich die Temperaturen, in ein paar Monaten, abkühlen, wird es sich noch schneller ausbreiten. Das wird keine neue Welle sein. Das wird uns erschöpfen.

Zur Rettung der Wirtschaft bieten Regierungen aktuell noch Hilfsprogramme an, doch diese Geldquelle wird versiegen. Und wir erkennen, dass das Geld für Unternehmer verschwendet wurde, deren Existenz längst hoffnungslos auf der Kippe stand. So wie diese Unternehmen verschwinden, so wird auch das Geld verschwinden. Und dann beginnt die Zeit, sich auf das Wesentliche zu besinnen. 

Aktuell produzieren wir immer noch mehr als wir wirklich brauchen, woanders hungern immer noch Menschen und Hersteller gehen bankrott. Doch COVID wird uns lehren, nur das herzustellen, was wir zum Leben brauchen. Und wenn alle Menschen, dem integralen Naturgesetz entsprechend, versorgt sind, wird alles reibungslos funktionieren. 

Der einzige Weg zu Überleben ist, sich dem integralen System der Natur anzunähern. Diese Art zu leben wird lohnenswerter sein. Maschinen werden die meiste Arbeit übernehmen und wir werden uns endlich frei fühlen und uns versammeln. Wir werden erkennen, dass der Grund für unsere Leiden und Krankheiten in unseren negativen Verbindungen liegt. 

All die schlechten Absichten und Gedanken hinderten uns daran eine nachhaltige Zivilisation aufzubauen. Doch das Virus kam und zwang uns das System neu zu starten. Es gibt kein zurück. Auch wenn wir es nicht wollen, müssen wir die Situation akzeptieren und der Covid-Führung folgen. Wenn wir unsere Zeit der Verbindung untereinander widmen und wenn die Grundbedürfnisse jedes Menschen sichergestellt sind, dann wird das Virus uns nicht mehr bedrohen. 

Der Impfstoff, den wir brauchen, ist sozialer Zusammenhalt. Ein medizinischer Impfstoff könnte zwar eine Weile wirken, aber es wird ein anderes Virus kommen. Es wird gewaltiger sein und sich noch schneller ausbreiten. Warum also nicht gleich die ultimative Lösung anstreben? 

Ein Kabbalist versteht, dass die menschliche Natur sich einer Lösung widersetzt, die die Sorge um andere Menschen in sich birgt. Aber wenn wir uns um andere kümmern, entdecken wir die Welt, in der wir leben. Wir enthüllen die unermessliche Realität, in der alles miteinander verbunden ist, und lernen, harmonisch in ihr zu wirken. Nur wenn wir uns um andere kümmern, können wir wahres Glück finden und im Einklang mit allem leben.



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Die spirituelle Rolle der Frau, Teil 9

Wie bewirkt das Schicksal, dass zwei Menschen heiraten?

Frage: Wer ist im Spirituellen die richtige Frau für einen bestimmten Mann und umgekehrt der richtige Mann für eine bestimmte Frau? Wie erkennen sie sich gegenseitig? Gibt es irgendwelche Strukturen im Familien- und im spirituellen Leben?

Antwort: Darüber braucht man sich keine Gedanken zu machen. Es gibt bestimmte spirituelle Zustände zwischen Mann und Frau, aber mehr nicht und es ist nicht notwendig, über alle anderen nachzudenken.

Frage: Gibt es dennoch gewisse aktive Interaktionen, die  zwischen den Eheleuten vorgesehen sind?

Antwort: Ja, natürlich. Wir treffen uns nicht einfach nur und heiraten. Wir machen zwar manchmal viele Fehler aller Art, aber wenn wir Kinder bekommen, dann handelt es sich bereits um eine Familie. Und dann relativiert sich  die Bewertung zwischen Mann und Frau unter diesen Voraussetzungen bereits.

Frage: Wenn es keine Zufälle gibt, wie hängt dann die Verbindung von Seelen mit ihrem Korrekturbedarf damit zusammen, wie das Schicksal zwei Menschen in den Bund der Ehe zusammenführt?

Antwort: Offensichtlich lenkt einem das Schicksal mit verbundenen Augen, fischt sich den einen und den anderen aus der Menge heraus und führt sie zusammen. So etwas gibt es nicht!

Das sind alles spirituelle Kräfte, die in Übereinstimmung mit dem Anfangszustand des Zerbrechens der Seele und mit dem Endzustand des Zusammenfügens aller zerbrochenen Teile handeln. Zwischen diesen beiden Zuständen durchlaufen alle Seelen ihre Neuordnung, verbinden, vereinen sich und bringen Kinder zur Welt usw. All dies geschieht allmählich, bis wir zur allgemeinen Korrektur gelangen.

 

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Aus Kab TV´s „Grundlagen der Kabbala“ der Kabbala 08.03.2020



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