Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Sukkot: Eine Decke des Friedens für die ganze Welt

Das Laubhüttenfest (Sukkot) ist eine wichtige und freudige Tradition, die einen spirituellen Aufstieg darstellt. Die wahre Bedeutung dieses Festes besteht darin, eine neue Realität des gegenseitigen Verständnisses und der gegenseitigen Unterstützung zu schaffen – eine Sukka (Hütte) des Friedens – durch die positive Kraft, die wir durch unseren Zusammenhalt erzeugen.

In der heutigen Zeit, in der Uneinigkeit der gemeinsame Nenner zwischen Familien, Gesellschaften und Ländern ist, ist das Prinzip dieses Festes besonders wichtig.  

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Die zerstörerische Kraft unserer Welt


Frage: Sie sprechen viel über Egoismus, der eine zerstörerische Kraft in unserer Welt ist. Was ist das, und wie kann ein Mensch, der glaubt, weit von einem Gerechten entfernt  zu sein, verstehen, dass die Wurzeln des Egoismus sehr tief in ihm liegen und er an ihnen arbeiten muss?

Antwort: Der Egoismus ist die zentrale und einzige Kraft in unserer Welt, in der wir existieren. Auf allen Ebenen – der unbelebten, der pflanzlichen, der tierischen und der menschlichen Ebene – regiert allein der Wunsch, alles so gut wie möglich für sich selbst zu gestalten.

Diese Kraft beherrscht alle Schöpfungen – unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich – und wird „Egoismus“ genannt. Dabei nehmen wir kaum Rücksicht auf irgendetwas – das ist uns in die Wiege gelegt. Es interessiert mich nicht, was mit jemand anderem passiert, solange es mir selbst nicht schadet. Das ist unsere Natur.  

Andererseits steht sie mit jedem Detail des Universums im Widerspruch. Wenn sich jeder in Bezug auf die anderen so verhält,  dann werden wir uns einfach gegenseitig erwürgen, überwältigen und verletzen.

Wenn wir eine Art Gleichgewicht hätten – „tu dem anderen nicht an, was du dir selbst nicht antun willst“ – dann würden wir einen Zustand erreichen, in dem wir uns nicht voreinander fürchten und uns gegenseitig das wünschen, was wir uns selbst wünschen.

Das Wichtigste, was wir erreichen müssen, ist also ein Gleichgewicht mit der Natur und den Menschen um uns herum. Andernfalls wird der eine auf Kosten des anderen existieren, wie wir es heute tun, und so wird unser ganzes Leben nur der Kompensation unseres Egoismus gewidmet sein.

Aus der Fernsehsendung „Begegnungen mit der Kabbala“, 29.07.2021

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Warum ist Jom Kippur wichtig?

Zum ersten Mal in der Geschichte zeigt uns die Welt heute, wie sehr sie ein einziges Ganzes ist – dass alle Menschen untrennbar miteinander verbunden sind und daher keine andere Wahl haben, als füreinander zu sorgen. Wir entdecken Tag für Tag immer mehr, wie abhängig wir voneinander sind. Das ist der Grund, warum dieser Jom Kippur, der Versöhnungstag, eine Zeit der Abrechnung ist, wie keine andere. 

Durch Weltereignisse wie Kriege, den Klimawandel und die Pandemie sehen wir jetzt mit vollkommener Klarheit, dass alles, was wir tun, ob gut oder schlecht, sich auf alle auswirkt, so dass wir unsere Gedanken und Taten sorgfältig prüfen müssen.

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Heute vor dreißig Jahren ist mein Lehrer verstorben

An einem kalten und regnerischen Abend im Februar 1979, als ich und Chaim Malka, mein damaliger langjähriger Studienpartner, gerade mit dem Studium unserer üblichen alten Kabbala-Bücher beginnen wollten, hatte ich plötzlich genug von der endlosen und scheinbar vergeblichen Suche nach der Wahrheit. 

„Lass uns einen Lehrer suchen“, sagte ich zu Chaim. „Wohin sollen wir gehen?“, fragte er. „Lass uns nach Bnei Brak fahren“, antwortete ich, „da haben wir noch nie gesucht.“ Chaim war nicht scharf darauf, bei diesem Wetter zu fahren, und schon gar nicht in eine jüdisch-orthodoxe, überfüllte Stadt mit engen, halb gepflasterten Straßen, in der man wahrscheinlich keine Kabbalisten finden würde. Ich drängte ihn dennoch, und er stimmte widerwillig zu.

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Wer bestimmt das Schicksal?


Kommentar: Brief von Svetlana Aleksandrova: „Es ist schön, Ihnen zuzuhören, aber Sie verlassen sich immer auf den Schöpfer, der alles entscheiden wird, und auf den Zufall der Umstände. Nur manche Menschen haben ein wunderbares Leben und andere nicht.

Wer entscheidet, wer leben darf und wie? Das ist nicht klar. Und es ist sehr schwer zu akzeptieren, dass irgendein Schöpfer einigen Menschen gegenüber wohlwollend ist und anderen gegenüber nicht. Wie geht man damit um? Warum hat der Schöpfer so entschieden?“

Antwort: Es hängt von der Wurzel der Seele eines Menschen ab, es hängt nicht einmal vom Schöpfer ab. Der Schöpfer wählt nicht aus, mit wem er befreundet ist, wen er bestraft und wen er im Gegensatz dazu verherrlicht. So etwas gibt es nicht. Es kommt nur darauf an, in welchem Zustand sich die Summe der Seelen befindet, wie sie miteinander interagieren.

Und hier hat jeder sein eigenes Schicksal. Aber dieses Schicksal ist mehr oder weniger vorherbestimmt, und es gibt keine Verzerrung, keinen Rang oder einen besonderen Zustand – besser oder schlechter im Vergleich zu anderen. Es gibt nichts dergleichen. Alles hängt vom Menschen ab.

Frage: Sie sagen also, dass jeder Mensch seine eigene Wurzel in der gemeinsamen Seele hat? Und er muss an diesem Seil zur gemeinsamen Wurzel hinaufsteigen?

Antwort: Es ist kein Seil, es ist ein Weg, es ist das Erklimmen eines Berges auf allen Vieren, das Hinfallen, das Wiederaufstehen und das Wiederaufsteigen.

Es ist alles vorherbestimmt, nur nicht, wie man diesen Weg des Aufstiegs wahrnimmt.

Je mehr wir darüber nachdenken und uns bemühen, näher zu kommen und den Schöpfer zu überzeugen, uns dabei zu helfen, desto schneller beschleunigen wir unsere Entwicklung hin zum guten Zustand. Wir haben nichts anderes.

Frage: Ist das der Grund, warum Sie weiterhin auf den Schöpfer vertrauen?

Antwort: Ich vertraue auf den Schöpfer, darauf dass wir ihn dazu bringen, ihn verpflichten, ihn überzeugen, uns zu helfen, aus uns eine gesunde menschliche Gesellschaft unter guten äußeren Bedingungen zu machen.

Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“.

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Neues Leben 1314 – Emotionales Gleichgewicht in der Familie

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

In einer emotional ausgeglichenen Familie wissen die Familienmitglieder, wie sie miteinander auskommen und wie sie einander helfen können. Das emotionale Gleichgewicht jedes Familienmitglieds hängt von der Familie als Ganzes ab.

Kinder, die in einer vernetzten Umgebung aufwachsen, wissen, wie man richtig mit anderen umgeht, können gut damit leben und verletzen die Grenzen der anderen nicht. Durch Kinder kann eine Familie aus dem Gleichgewicht geraten und die Gesamtatmosphäre gestört werden. Deshalb sollten die Eltern zeigen, dass sie sich nicht vom extremen Verhalten des Kindes  beeindrucken lassen. Sie sollten durch die Art und Weise, wie sie sich anderen gegenüber verhalten, ein Beispiel geben und ihr eigenes emotionales Gleichgewicht bewahren.

Das Ziel der Eltern ist es, zu zeigen, dass es bei jeder Emotion oder Beziehung eine Grenze gibt.

Aus Kab´TV „Neues Leben 1314 – Emotionales Gleichgewicht in der Familie“

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Neues Leben 1313 – Einverständnis der Eltern über die Erziehung ihrer Kinder

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Als Eltern wollen wir, dass unsere Kinder ein seriöses, ausgeglichenes Leben führen und wissen, wie man sich anderen Menschen gegenüber verhält. Wir sollten ihnen ein gutes Vorbild im Hinblick auf Übereinstimmung und Akzeptanz sein – ein Beispiel für gegenseitigen Respekt. Kinder müssen sehen, dass ihre Eltern eine Einheit bilden und dieselben Ansichten teilen. Dies leitet sich vom Grundsatz ab „ein Mann und eine Frau – zwischen ihnen verweilt das Göttliche“. Das bedeutet, dass die Verbindung zwischen ihnen das Größte ist. Durch das Beispiel der Eltern werden die Kinder lernen, dass auch sie versuchen müssen, in Übereinstimmung und gegenseitiger Unterstützung zu leben. Als Eltern versuchen wir, eins zu sein, unsere Ansichten und Wünsche und unsere gegenseitige Sichtweise zu teilen.

Aus KabTVs „Neues Leben 1313 – Die Vereinbarung der Eltern über die Erziehung ihrer Kinder“

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Neues Leben 1312 – Wie man zwischen Eltern und ihren pubertierenden Kindern eine gute Kommunikation herstellt

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Wir sind alle Egoisten und wenn wir miteinander kommunizieren wollen, müssen wir uns aneinander durch gegenseitige Zugeständnisse anpassen. Um eine Familiengemeinschaft aufzubauen, muss jedes Familienmitglied die menschliche Natur verstehen. Dabei sollten die Eltern den Kindern ihre familiären Verhältnisse erläutern, was ihnen hilft, Konflikte zu bewältigen und Vereinbarungen zu treffen. Auch sollten Teenagern nicht unter Druck gesetzt oder gedrängt werden, ihre Gefühle mitzuteilen. Sie brauchen Grenzen, Freiraum und Orientierung. Sie müssen wissen, dass sie immer einen geschützten Rahmen und ein warmes, liebevolles Zuhause haben, damit sie sich sicher fühlen.

Die Eltern müssen ebenfalls mit gutem Beispiel vorangehen, indem sie den Kindern zeigen, wie sie mit Wut umgehen und sich selbst beruhigen können. Weiters müssen sie den Kindern auch zeigen, dass sie nicht immer gleicher Meinung sind und sich manchmal ein Elternteil mit ihnen identifiziert. Wir müssen den Kindern bewusst machen, dass die Rolle der Familie darin besteht, ihnen dabei zu helfen, sich erfolgreich zu entwickeln.

Aus KabTVs „Neues Leben 1312 – Wie man zwischen Eltern und ihren pubertierenden Kindern eine gute Kommunikation herstellt“

[284708]



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Europa- Wandel – ein bisschen zu spät

Überall in Europa entstehen Mauern und Zäune an den Grenzen zwischen den Ländern. Zwischen Griechenland und Bulgarien, Österreich und Italien, Ungarn und Serbien, Litauen und Weißrussland und zwischen vielen weiteren Ländern sind Mauern und Zäune entstanden. Anders als früher versuchen die Länder nicht, sich voreinander zu schützen, sondern vor muslimischen Einwanderern, die in ihr Gebiet eindringen. Bedauerlicherweise werden weder Mauern noch andere Barrieren Europa helfen, es ist zu spät, den alten Kontinent zu retten.

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Adams Sündenfall- Bruch eines gemeinsamen Wunsches


Aussage: Das Zerbrechen von Gefäßen (Wünschen) ist im Grunde ein kabbalistischer Begriff. Viele, die den Pentateuch (die Bibel) gelesen haben, verstehen seine bildliche Sprache.

Antwort: Im Allgemeinen ist es nicht schwer zu verstehen. Wenn meine Verlangen zum Wohl und zum Nutzen anderer ist, dann gilt es als vollkommen, als perfekt. Aber wenn es um meiner selbst willen (und in der Regel gegen andere) gerichtet ist, wird es als zerbrochen bezeichnet.

Frage: Ist der Sündenfall Adams das Zerbrechen von Gefäßen?

Antwort: Es geht genau darum, dass alle Verlangen, die im Prototyp des Menschen Adam, vorhanden waren, praktisch Verlangen sind, die noch nicht in unseren Proteinkörper gekleidet sind und nur auf das Geben abzielen. Durch bestimmte Handlungen hat es sich in ein Verlangen zu empfangen verwandelt. Das ist das Zerbrechen von Adam.

Adam ist ein System, das einen einzigen Wunsch darstellte, als es sich plötzlich anfühlte, als bestünde es aus vielen Elementen, zerbrach es. Das heißt, jedes Verlangen, das ein gemeinsames Verlangen darstellte, wollte um seiner selbst willen empfangen. Darin besteht der Sündenfall, das Zerbrechen von Adam.

Frage: Kann man sagen, dass der Begriff „der Sündenfall “ die Sprache der Sinne ist und „das Zerbrechen der Gefäße“ eine kabbalistischen Fachsprache?

Antwort: Ja, natürlich. Es ist dasselbe, nur in einer anderen Sprache erklärt.

Aussage: Die Kabbalisten entnahmen alle kabbalistischen Begriffe aus der Natur, damit man keine materiellen Assoziationen hat. Denn wenn ich mir den Sündenfall von Adam vorstelle – den Baum, den Apfel usw. – lenkt mich das von dem wahren Bild das alles in meinem Verlangen liegt, ab.

Antwort: Heute glaubt natürlich niemand mehr an diese Gleichnisse. Das ist alles völlig unrealistisch.

In der Tat erklären Kabbalisten mit solchen Geschichten die innersten, komplexesten Gesetze und Zusammenhänge der Natur.

Aus dem Fernsehprogramm „Spirituelle Zustände“, 23.07.2021

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