Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Erloschene Liebe

Frage: In Israel ist die Hauptursache für Scheidung die erloschene Liebe (36%), der zweite Grund sind finanzielle Probleme (32,5%) und die dritte Ursache ist Untreue (11,2%). Wie beziehen Sie das auf die verlorene Liebe?

Antwort: Ich verstehe nicht was das bedeutet! Als ich meine Frau zum ersten Mal sah, fragte ich mich, obwohl ich nicht religiös oder ein Kabbalist war: Ist sie der Mensch, der für eine sehr lange Zeit an meiner Seite stehen wird? Ich erkannte, dass sie es war und es für mich auch möglich wäre. Sie ist nachsichtig, fleißig, sie studiert gerne und war bereit, mich in den Jahren, in den mir die Einwanderung nach Israel verweigert wurde, zu begleiten. In diesen Tagen war es sogar gefährlich, darüber zu sprechen, nach Israel zu gehen. Ich erzählte ihr bei unserem ersten Treffen: „Ich gehe nach Israel, wirst du mitkommen? Es hätte ansonsten keinen Sinn gehabt, sich wiederzusehen, doch sie willigte ein.

Frage: Sie haben noch nichts über Liebe gesagt…

Antwort: Liebe ist eine Gefühl, das sich durch eine lange Verbindung zwischen den Menschen ergibt. Es entsteht, wenn sie sich gegenseitig unterstützen und sich umeinander kümmern. Wie in der Tierwelt sind es zunächst nur die Hormone, die Menschen zusammenbringen. Sie können so etwas in Naturfilmen sehen. Wenn es um Tiere geht, besteht die Verbindung nur eine gewisse Zeit lang. Wenn es sich um Menschen handelt, geht es für immer.

Ich glaube, dass Dichter und Schriftsteller den Begriff „Liebe“ erfunden haben, um den Mensch zu verwirren. Ich bin sicher, dass es vor ein paar Jahrhunderten keine Liebe gab, die Menschen waren einfach verbunden. Sie dachten „sie ist die Richtige oder er ist der Richtige für mich“. Sie waren aufeinander eingestimmt, fühlten sich einander nahe, verstanden sich und unterstützten sich, das ist alles.

Frage: Was meinen die Menschen, wenn sie sagen, dass die Liebe vergangen ist?

Antwort: Welche Liebe? Hormone können nicht für vierzig, fünfzig oder sechzig Jahre funktionieren, vor allem nicht bei Männern.

Frage: Warum funktionieren sie überhaupt? Warum leben Menschen Jahrzehnte lang zusammen?

Antwort: Menschen leben zusammen, weil sie zum Beispiel Kinder haben oder sich Eigentum miteinander teilen etc. Wir können nichts dagegen tun, da uns Gewohnheit von Oben gegeben wurde. Mit Liebe hat das nichts zu tun.

Frage: Also was ist Liebe?

Antwort: Liebe ist ein Gefühl von gegenseitigem Verständnis, Verbindung Verpflichtung und Treue. Es ist ein Gefühl der Partnerschaft, eine Verantwortung einem anderen Menschen gegenüber. Du wirst nicht dazu gezwungen, sondern du spürst einfach, dass du dich verpflichtest hast. Was noch mehr zählt, ist das Gefühl, dass dein Partner dich genauso behandelt. Das wird Liebe genannt. Wir haben diese Definition aus der Weisheit der Kabbala, in der Liebe als das Verlangen zu Geben für einen anderen verstanden wird und nicht umgekehrt. In unserer Welt besteht jedoch vielfach der Wunsch, etwas Materielles vom anderen zu bekommen, so viel und schnell wie möglich. Dies ist eine völlig egoistische Interpretation des Begriffs „Liebe“, die dem eigentlichen Sinn entgegengesetzt ist.

Frage: Es stellt sich also heraus, dass sich wahre Liebe entwickeln muss.

Antwort: Ja, aber nur auf der Grundlage des gegenseitigen Verständnisses, durch harte Arbeit zwischen uns.

Aus Kab TV „Neues von Michael Laitman“, 28/7/16

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Der Papst und Europa

Aus dem Catholic Herald: „Christen in Europa müssen die ‘Mauern der Angst und Aggression’ niederbrechen. Wir müssen Menschen mit anderem Glauben verstehen“, sagte Papst Franziskus. In einer Video-Botschaft an die Versammlung ‘Gemeinsam für Europa’ in München beteuerte der Papst, dass ‘unsichtbare Mauern’ aufgebaut würden, die die Menschen voneinander trennen: „Diese Mauern begrenzen die Herzen der Menschen. Sie bestehen aus Angst und Aggression; sie sind das Unvermögen, Menschen mit anderen Hintergründen zu akzeptieren. Es sind Mauern politischer und ökonomischer Selbstsucht. Sie sind ohne Respekt für das Leben und die Würde der anderen Menschen.“

In seiner Ansprache an 300 christliche Organisationen, Strömungen und Bewegungen aus Europa, mahnte der Papst, dass die Christen neue, lebendigere Wege für die Verbreitung christlicher Werte innerhalb der Gesellschaft Europas und der Welt finden müssen: „Europa steht vor der Entscheidung, ob sein immenses christliches Erbe ins Museum gehört oder ob es noch in der Lage ist, die Kultur zu inspirieren und seine Schätze der ganzen Menschheit zukommen zu lassen!“

Frage: Papst Franziskus ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Ist seine Warnung bezüglich des Mangels an Akzeptanz anderer Religionen gefährlich?

Meine Antwort: Nein, das ist nicht gefährlich. Es ist ein Faktum. Zwischen den Religionen gibt es 1000 unterschiedliche „Mauern“. Je größer die Mauer umso mehr Leidenschaft brennt in den verschiedenen Parteien.

Frage: Ist Europa, so wie der Papst es sagte, „Noch immer fähig, seine Kultur zu erhalten und seine Schätze der ganzen Menschheit zur Verfügung zu stellen“?

Meine Antwort: Europa ist müde und scheint völlig bewegungsunfähig zu sein.

Frage: Der Papst sagte auch: „Jede authentische Einheit zieht den Reichtum der Diversität an, der sie auch formt – ähnlich einer Familie, die derart in ihrer Verbundenheit aufgeht, sodass jedes Mitglied vollkommen und angstfrei es selbst sein kann.“ Weiter fügte er hinzu: „Damit Europa eine Familie sein kann, muss das Gute im Menschen der zentrale Fokus sein; Völker und Gruppen müssen Wege finden, nicht nur wirtschaftlich sondern auch sozial und kulturell zusammen zu arbeiten.“ (Catolic Herald)

Meine Antwort: All das stimmt; viele Europäer stimmen dem zu. Doch die Frage ist, ob sie eine Methode finden, diese schönen Worte auch umzusetzen. Wenn nicht, bleibt es bei den Worten. Die Europäer haben wenig Vertrauen in ihre Macht und sie haben keinen Glauben an die Methode der Korrektur.

Papst Franziskus sagt also die Wahrheit – doch was kommt als nächstes? Der Papst ist nicht nur spiritueller Führer Europas sondern von Millionen anderer Menschen ebenso. Er müsste eine „Bildungs-Methode“ zur Hand haben. In der Vergangenheit verhielten sich die Christen teilweise wie Wilde. Heute müssen Christen und Anhänger anderer Religionen – alle Menschen – tatsächlich zu Menschen werden. Sie müssen im „Mensch werden“ gebildet sein; sie müssen sich zu einem Ganzen verbinden, mit der Natur im Ausgleich sein, der Natur ähnlich werden. Nur so kann jeder Mensch Glück erreichen. Nur so werden Harmonie und Frieden in Europa herrschen können.

Kommentar: Er sagte auch: „Einheit ist einer Familie vergleichbar.“

Meine Antwort: Ja, es liegt an der Gesellschaft, wie eine Familie zu leben. Und der Papst hat recht damit, dass es so etwas in Europa noch nicht gibt. Die Vorfahren der Europäervhatten dies jedenfalls nicht im Sinn. Doch der Papst könnte den Europäern den Weg zeigen. Er kann sich als spiritueller Führer an den ganzen europäischen Kontinent wenden.

Wir sollten ihm schreiben und ihm einige Vorschläge machen. Wir könnten ihm Dokumente und verschiedenes anderes Material zur Verfügung stellen. Die Juden und die Kabbalah sind dazu da, den Papst bei seinen Unternehmungen zu unterstützen, sich richtig  und erfolgreich an die Europäer wenden zu können. Denn die Weisheit der Kabbala entstammt schließlich derselben Wurzel, aus der auch das Christentum hervorging.

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In der Tora wiederholt sich nichts

Wenn wir die Tora lesen, dürfen wir nicht vergessen, dass es darin keine Wiederholungen gibt. Was uns wie eine Rede aus der Vergangenheit erscheint, ist immer ein Fingerzeig auf eine neue Handlung auf einer neuen Stufe.

Da es aber 125 Stufen des Aufstiegs gibt, und wir auf jeder Stufe alle 613 Wünsche korrigieren müssen (248 Wünsche vom oberen Seelenteil und 365 Wünsche vom Unteren), wiederholen sich die Wünsche auf jeder Stufe mit einem wachsenden Egoismus. Und wir korrigieren sie durch eine stärkere Verbindung untereinander, doch deshalb scheint es, dass die Wünsche ihre Eigenschaften ablegen.

Tatsächlich handelt es sich jedes Mal um ein vollkommen neues Verständnis der Welt, es ist tiefer und verbundener. Es enthüllt gewaltige, neue spirituelle Räume! Schließlich wird der Egoismus angezogen von der globalen Verbindung, die sich immer deutlicher abzeichnet, und gleichzeitig wird der Egoismus immer größer. Und das größte Verlangen, die Bereicherung der menschlichen Seele mit Perfektion und Harmonie, kommt genau aus dieser Enthüllung des Gesamtbildes der Verbindung.

Kommentar: Als ich in der Schule und dann auf der Universität studierte, hatte ich den Eindruck, dass die Lehrer ständig dieselbe Sache wiederholen. Es ist interessant, dass in der Kabbala dieselben Gesetze anscheinend immer anders wahrgenommen werden. Es sieht so aus, als wäre alles bereits in einem Buch aufgezeichnet, und ein einziger Satz verändert plötzlich alles.

Meine Antwort: Ja, das ist unglaublich! In der stofflichen Natur herrschen auf allen Ebenen dieselben Gesetze. Was auf der unbelebten Ebene noch nicht enthüllt ist, beginnt sich auf der pflanzlichen Ebene ein wenig zu entfalten, und noch mehr auf der tierischen Ebene, und noch mehr auf der menschlichen Ebene. Aber wir sehen plötzlich vollkommen andere Chancen und andere Lebensweisen vor uns.

Das erfordert eine tiefe Verbindung zwischen den positiven und negativen Teilchen innerhalb der Atome – Elektronen, Neutronen und Positronen. Was dabei geschieht, ist die zunehmende Enthüllung ihres Verbindungsprogramms, ihrer Kombinationen und gegenseitigen Abhängigkeit. Und auf der Welt entsteht parallel dazu ein entwickeltes Leben. Genauso verhält es sich in der spirituellen Welt.

Aus KabTV’s “Geheimnisse des Ewigen Buches” 4/6/16

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Neue Zeiten – Neue Schulen

Frage: Alle Schüler träumen davon, die Schule hinter sich zu lassen. Die Ausbildung erscheint ihnen nutzlos. Haben sie recht?

Meine Antwort: Schulen sind wichtig, doch sie müssten sich deutlich vom herkömmlichen Schulmodell unterscheiden. Das moderne Schulsystem basiert auf einem 200 Jahre alten Prinzip, das heute völlig unangemessen ist. Die Schulen und Ausbildungen sollten sich darauf konzentrieren, den Schüler zu unterstützen und anzuleiten. Kinder haben ein ganz natürliches Bedürfnis, miteinander zu kommunizieren und sich zusammenzutun und darin sollten sie gefördert werden.

Wir sollten die Menschen dazu bringen, für einander da zu sein, sich gegenseitig zu helfen. Damit müsste schon in der ersten Klasse begonnen werden. Freundschaft und gemeinsames Handeln sollten vom Kindergarten an bis zur Universität im Fokus der Ausbildung stehen. Wir müssen uns über unseren Egoismus erheben und uns verbinden, damit wir das volle Ausmaß unserer Welt und all unsere Möglichkeiten bereits als junger Mensch wahrnehmen können.

Aus der russischen Kabbala Lektion vom 10.4.16

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Die Mauern des Tempels

Frage: Warum wurde gerade am 17. Tammuz der Tempel belagert und seine Wände zerstört?

Meine Antwort: An diesem Tag geschah tatsächlich die physische Zerstörung des Tempels. Alles was in unserer Welt geschieht, kommt aus der höheren Welt zu uns. Dies wird zunächst als „Energiefeld“ bemerkt und schließlich auch in unserer materiellen Welt wahrgenommen.

Der Tempel wird als die Welt von Azilut bezeichnet; es ist der Wohnort des Schöpfers. Rund um die Welt von Azilut existiert das, was Parsa (Sperre, Wand) genannt wird. Außerhalb von dieser Wand, unter der Welt von Azilut, werden die Reste der Eigenschaften unserer Welt gefunden. Die Funktion der Mauer der Welt Azilut (die Eigenschaft des Schöpfers) und unserer Welt (unsere Wünsche und Eigenschaften) ist es, denjenigen, die dieser Stufe würdig sind, zu ermöglichen, über die Welt Azilut in den Tempel zu gelangen. Offenbar werden dort die Eigenschaften gefiltert. Auf diese Weise hält es diejenigen zurück, die nicht würdig sind.

Die Zerstörung der Tempelmauern symbolisiert die Welt von Azilut. Sie besitzt die gleichen Eigenschaften, die auch in unserer Welt außerhalb dieser Mauern existieren. Als Folge der Zerstörung entsteht eine Mischung aller Eigenschaften der Welt von Azilut und unserer unteren Welt. Schrittweise  entsteht die Erkenntnis, dass die Eigenschaften der Welt Azilut trotz aller Klärung unterschiedlich sind. Die Welt Azilut entsteht aus der allgemeinen Menge der vermischten Eigenschaften.

Es liegt an uns, uns durch diesen Zustand zu bewegen und den „Dritten Tempel“ durch die richtigen Eigenschaften zu bauen. Dann wird keine Mauer mehr benötigt, da jeder im Tempel wohnen wird. Es steht geschrieben „Mein Haus soll ein Haus des Gebetes für alle Völker genannt werden“ ( Jesaja 56:7).

„Azilut“ (abgeleitet von dem Wort Etzlo“ – Ihm nahekommen) ist die Eigenschaft des Schöpfers, zu der jeder ohne Ausnahme aufsteigen wird. Die ganze Welt wird diese Eigenschaften erwerben und es wird keine Beschränkungen mehr geben.

Wenn wir uns den zerstörten Tempel als Eisenspäne und die Welt Azilut als Magnet vorstellen, dann werden sich diese Eigenschaften gegenseitig anziehen und vom Schwächsten bis zum Stärksten aufsteigen. Es steht geschrieben „Alle sollen mich kennen – vom Kleinsten bis zum Größten“ (Jeremiah 31:33).

Von Kab TV „Neues von Michael Laitman“ 11/7/16

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Der Schöpfer wird durch die Liebe enthüllt

Tora, Deuteronomium 6:25: ..Und es wird unser Verdienst sein, dass wir alle diese Gebote vor dem Herrn, unserem Gott einhalten, so wie er es uns geboten hat.

Wir müssen unsere egoistischen Verlangen korrigieren und die gegenseitige Verbindung zu nutzen, um zum Altruismus zu gelangen. Wir müssen den Schöpfer darum bitten, dass er uns die Fähigkeit zur Verbindung gibt, um wie „ein Mensch mit einem Herzen“ zu werden. In der gegenseitigen Liebe eröffnen wir uns die Möglichkeit, den Schöpfer zwischen uns zu offenbaren. Die genaue Einhaltung der Gebote bedeutet nicht, sie für sich selbst einzuhalten, sondern sie einzuhalten, um den anderen „zu geben“.

Das ist möglich, wenn du alle deine Wünsche von unten her überprüfst und sie nicht aus deinem Egoismus heraus zu verwirklichen versuchst. Der Schöpfer gebietet uns „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ in jedem Verlangen und in jedem Umstand, die er uns gibt. Deshalb müssen wir das egoistische Kli (Gefäß), welches wir aus Ägypten mitbrachten, in gegenseitige Verbindung umwandeln, in der die Liebe und der Schöpfer enthüllt werden.

Von Kab TV „ Geheimnisse des ewigen Buches“ 6/4/16

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Depression bei Jugendlichen

Ich sprach heute mit Eltern, die sich über den depressiven Zustand ihrer Kinder beklagten. Sie sind verwirrt und wissen nicht, was sie tun sollen. Depressionen drängen die Jugendlichen oft dazu, dumme Sachen zu machen, weil sie mit allen Mitteln versuchen, Depressionen so gut es geht zu überspielen und zu unterdrücken.

Depressionen unter Teenagern sind ein internationales Problem. Etwa 15 Prozent der Teenager sind depressiv und in einigen Staaten liegt die Zahl über 15 Prozent. Es ist schmerzhaft, unsere Kinder oder Enkelkinder in einer solchen Situation zu sehen. Es liegt an uns, zu versuchen, ihnen ein sinnvolles Leben zu bieten, denn das Leben ist farbenfroh, vielschichtig und bedeutungsvoll.

Wenn wir nur an der Oberfläche des Lebens dahingleiten, gleichen wir Ölflecken auf der Wasseroberfläche. Aber wenn wir tiefer eintauchen, finden wir den Sinn des Lebens, den Entwicklungsplan der Schöpfung, und wir realisieren, dass wir tatsächlich die einzigartigsten Geschöpfe im Universum sind. Es gibt einen großen Sinn in unserem Leben. Wir können uns „über die Sterne erheben“, das heißt wir können Zeit und Raum transzendieren und einen unbegrenzten Zustand erreichen.

Es liegt an uns, das Wissen darüber zu entdecken und zu verbreiten, und zwar für unsere Kinder und Enkelkinder, so dass sie ihr Glück finden können. Lasst uns heute darüber nachdenken.

Aus KabTV’s “Die Weisheit des Tages” 7/17/16

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Literatur und die Weisheit der Kabbala

Frage: Ich glaube, dass ich ohne die Literatur, die ich vor meinem Kabbalastudium las, nichts von der Kabbala verstehen würde. Selbst Baal HaSulam las Novellen und befasste sich mit Geschichte. Was ist also überflüssig und was könnte bei der Entwicklung hilfreich sein?

Meine Antwort: Ich sage nicht, dass man sich während des Kabbalastudiums mit nichts anderem beschäftigen bzw. nichts anderes lesen sollte. Ich warne nur davor, dass das Studium der Kabbala die Interessen des Menschen im Allgemeinen reduziert und ihn auf einen klar umrissenen Weg führt. Er geht diesen Weg, von welchem er schwer wieder ablassen kann, da sich seine Gedanken und seine Sehnsucht vollkommen auf den Schöpfer konzentrieren.

Dadurch wird er alles andere zu verstehen in der Lage sein. Die Harmonie breitet sich vor ihm auch bezogen auf Musik, Literatur und Kunst aus. Der Mensch erkennt dann den inneren Zusammenhang zwischen allen Dingen. Er erkennt den inneren Antrieb großer Gelehrter, Schriftsteller, Künstler und Komponisten, einzigartige Werke zu erschaffen. Alles fügt sich in ihm zu einem Ganzen zusammen und sein Interesse für neue Themen der materiellen Welt sinkt.

Die Weisheit der Kabbala beschränkt den Menschen also nicht, sondern ermöglicht ihm, den korrekten Ansatz für sein Leben zu finden.

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Einführung in die Kabbala

Frage: Macht das Kabbala Studium den Menschen zu einem faulen Superegoisten, der sich nur mehr um seine spirituelle Entwicklung kümmert und keinerlei Verlangen mehr nach Arbeit in der physischen Welt hat?

Meine Antwort: Wenn die Weisheit der Kabbala den Menschen findet, fasziniert sie ihn und hascht nach seinem Herzen, sodass er sich mit nichts anderem mehr befassen kann. Ich entdeckte die Kabbala, als ich die Leitung einer Zahnklinik über hatte, an welcher über 11 Zahnärzte und anderes Personal beschäftigt waren. Dieses Geschäft weiter zu führen war dann sehr schwer für mich, denn ich tauchte durch die Kabbala in eine völlig neue Welt ein. Obwohl ich noch nichts genaues wusste, war ich vollkommen fasziniert und gefangen.

Der Mensch entdeckt, wie diese Welt erschaffen wurde, woher die herrschenden Gesetze stammen, was die Ergebnisse sind und was mit ihm selbst passiert. Alles, was die Weisheit der Kabbala enthüllt, ist erstaunlich. Darüber hinaus enthüllen sich die Dinge auf eine konkrete und klare Weise.

Der Mensch entwickelt eine präzise Sicht auf die Welt, die keine andere Wissenschaft bietet. Darüber hinaus verliert alles andere an Wichtigkeit. Im Allgemeinen fühlen sich die ersten Monate, wenn man sich der Kabbala annähert, vernebelt und verworren an. Danach bessert sich die Verwirrung und Klarheit stellt sich ein. Der Mensch findet allmählich seinen Weg.

Das bedeutet, dass der Mensch, wenn er die Kabbala kennen lernt, fasziniert und verwirrt ist, da sich ihm die erste neue Stufe in Bezug auf diese Welt offenbart. Doch dann wird er vertraut damit, auch wenn diese Phase unter Umständen eine längere Zeit beansprucht. Die Höhere Welt kennen zu lernen verwirrt den Menschen genauso wie der erste Kontakt mit der Weisheit der Kabbala.

Aus dem Kabbalunterricht vom 10.4.16

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Verliere nicht die Verbindung zum Schöpfer

Tora, Deuteronomium 7.02-7.04: Wenn der Herr, dein Gott, sie dir ausliefert und du sie schlägst, dann sollst du sie der Vernichtung weihen. Du sollst keinen Vertrag mit ihnen schließen, sie nicht verschonen und dich nicht mit ihnen verschwägern. Deine Tochter gib nicht seinem Sohn und nimm seine Tochter nicht für deinen Sohn! Wenn er deinen Sohn verleitet, mir nicht mehr nachzufolgen, und sie dann anderen Göttern dienen, wird der Zorn des Herrn gegen euch entbrennen und wird dich unverzüglich vernichten.

Ein Mensch kann mit seinem Egoismus keinerlei Zugeständnisse machen, keine Verbindung und auch keine Teillösung. Er muss den Egoismus ausrotten, sich darüber erheben und aufhören, ihn in seiner natürlichen Form zu nutzen. Er darf ihn nur nach der ersten Einschränkung durch den Schirm nutzen – mit dem Reflektierenden Licht für das Geben und die Liebe.

Frage: Was bedeutet “nimm seine Tochter nicht für deinen Sohn”?

Meine Antwort: Lass nichts mit egoistischem Ursprung zurück, das sich in dir noch als verdorbene Eigenschaft manifestieren könnte. Denn dann wirst du die Verbindung zum Schöpfer verlieren und nicht mehr für die Reinheit deiner Korrektur bzw. deinen spirituellen Aufstieg kämpfen können.

Den Sohn mit einer Tochter eines fremden Stammes zu verheiraten bedeutet, in der Zukunft einen Kontakt zum Egoismus zuzulassen. In dieser Handlung kann sich der Schöpfer nicht manifestieren. Daher wird gesagt “Wenn er deinen Sohn verleitet, mir nicht mehr nachzufolgen, werden sie dann anderen Göttern dienen..”.

Aus KabTV: Geheimnisse des ewigen Buches, 4/6/16

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