Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Drei Vektoren der Evolution

Die Kabbala erforscht zwei parallele Wege zum Verständnis der höchsten lenkenden Kraft. Sie sind gleichwertig wie zwei Tropfen Wasser und es gibt keinen Unterschied zwischen ihnen. Der eine Weg führt von oben nach unten bis zu dieser Welt und der zweite Weg beginnt in dieser Welt und steigt von unten nach oben auf. Es ist wie beim ersten Weg der während seines Abstieges, seine Wurzeln von oben nach unten gebildet hat. (Baal HaSulam „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala“)

Wir untersuchen drei Achsen, drei Linien, drei Vektoren: absteigend von oben nach unten aus der Welt der Unendlichkeit in unsere Welt, dann die Entwicklung in unserer Welt, und schließlich der Aufstieg von unten nach oben in die Welt der Unendlichkeit, d.h. die Korrektur.

Frage: Die Evolution ist also vorbei?

Antwort: Die Evolution ist nicht nur beendet, sondern wird gerade neu geboren. Wenn wir uns nicht nach oben bewegen, sehen wir ihre Miasmen, wie eine Frucht, die verdirbt, wenn sie nicht rechtzeitig verzehrt wird.

Wir sehen, dass die Menschheit praktisch verdorben ist. Wenn man die Zeitachse betrachtet, haben wir im 16. Jahrhundert einen richtigen, guten Zustand erreicht. Heute befinden wir uns an einem Punkt, an dem wir schon längst hätten aufsteigen sollen. Leider sind wir immer noch dabei, uns darauf vorzubereiten.

Vor uns liegt ein ziemlich ernster Weg von unten nach oben, alles ist dafür längst vorbereitet: die Kabbala, Lehrbücher, Handbücher, die erklären, wie man sich entwickelt, wie man eine Gruppe bildet, sich verbindet und schrittweise den Schöpfer offenbart.

Frage: Was aus der Welt der Unendlichkeit ausgeht, führt zu Bruch und Verderben. Was hingegen aus unserer niederen Welt kommt, sollte zur Vollkommenheit führen. Welche Logik wendet der Schöpfer an?

Antwort: Der Punkt ist, dass dieser ganze Kreislauf von Anfang an so geplant war. Die höhere Kraft dringt zwischen uns ein und zerbricht uns.

Deshalb entsteht der Egoismus. Danach findet die Evolution fast 15 Milliarden Jahre lang statt. Erst dann beginnt ihre Korrektur, auch mit Hilfe der höheren Kraft.

Die Korrektur erfolgt, wenn man diese höhere Kraft auf eine intelligente Weise zu sich heranzieht – indem man MAN erhebt. Wenn wir unser Verlangen nach Korrektur, nach Verbindung erheben, kommt das Licht der Korrektur auf uns herab.

Aus dem Unterricht, 18.08.2019

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Werden wir unsere Individualität behalten?

Frage: Werden wir unsere Individualität behalten, wenn wir uns untereinander annullieren?

Antwort: Wir behalten nichts. Ich möchte einfach dem Schöpfer ähneln. Was auch immer sich dabei in mir verändert, macht keinen Unterschied. Das ist das einzige, was ich anstrebe.

Frage: Dabei verliert der Mensch aber seine Individualität.

Antwort: Ja: Wir haben keine Individualität. Welche Individualität steckt in mir? In welcher Hinsicht bin ich was besonderes? In den Enthüllungen meines Egos?! Daran gibt es nichts Besonderes.

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Aus der Sendung „Grundlagen der Kabbala“ 15.09.2019



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Rettende Finsternis über Ägypten


Und sie schrien zum Schöpfer, und Er stellte Finsternis zwischen euch und die Ägypter und brachte das Meer über sie, und es bedeckte sie, und eure Augen sahen, was Ich den Ägyptern angetan habe; und ihr wart viele Tage in der Wüste. [Propheten, Buch Jeschua, 24:7]

Die Finsternis ist in der Tat eine große Rettung, denn das Volk Israel hatte keine Kraft, aus Ägypten zu fliehen. Und nur die Finsternis, die der Schöpfer in Ägypten geschaffen hat, gab ihnen die Möglichkeit, still und leise fortzugehen. 

Und jetzt treibt sie den  Menschen mit aller Macht an, aus dem Egoismus (aus Ägypten) auszubrechen, damit er sich anstrengt, und mit allen Mitteln versucht herauszukommen.

Frage: Wofür ist es notwendig, uns die Macht des Schöpfers zu zeigen, indem Er das Meer über die Ägypter bringt, so dass sie darin ertrinken?

Antwort: Die Tora spricht von einem Menschen, der dafür kämpft, sich über seinen Egoismus zu erheben. Dadurch, dass die Ägypter (die egoistischen Verlangen) im Meer untergehen, wird ihm gezeigt, dass dies möglich ist.

Aus der Fernsehsendung „Geheimnisse des ewigen Buches“, 6.9.2021

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Mit dem Virus „Der Sinn des Lebens“ infiziert

Frage: Was kann ein Mensch als Erstes tun, wenn er das Gefühl hat, in ein Leben hineingeworfen zu werden, das ihm plötzlich sinnlos erscheint? Er weiß nicht, wofür er arbeitet und hat das Gefühl, das Leben zieht einfach an ihm vorbei. Was muss ein Mensch tun, um Sinn und Selbstbestimmung zu finden?

Antwort: Er muss sich fragen, wofür er lebt. Denn es werden noch weitere Viren auftauchen, die uns in diese Richtung verhelfen. Sie helfen uns sehr dabei, da sie uns aufrütteln und uns von unseren bisherigen Verpflichtungen lösen. Im Grunde genommen bewirken sie innere Veränderungen in jedem von uns.

Wir wissen es auch nicht, wie es passiert, aber es geschieht, und wir sind dabei, uns zu verändern. Das Coronavirus ist ein biologisches Phänomen mit spiritueller Ladung, das auf uns alle einwirkt.

Aus der Sendung „Gespräch mit Journalisten“ 04.11.2021



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Aus der Sklaverei ausbrechen


Und ich sandte Moses und Aaron, und ich schlug Ägypten mit allem, was ich unter ihnen getan hatte, und führte euch danach heraus. [Propheten, Buch Jeschua, 24:5]

Jeshua ben Nun, der die Worte des Schöpfers übermittelt, spricht vom spirituellen Weg eines jeden Menschen und vom Weg der Gesellschaft als Ganzes.

Wenn ein Mensch fühlt, dass er sich in Ägypten befindet, dann bedeutet dies, dass er erkennt, wie er vom Egoismus versklavt wird, und dass der Pharao über ihn herrscht. Da kann man nichts machen, außer den Moment zu nutzen, um sich aus der Sklaverei zu befreien.

Wenn in einem Menschen solche Wünsche entstehen, sodass er nicht mehr unter der Kontrolle des Egoismus bleiben kann, erhebt er ein Gebet und bittet den Schöpfer: „Gib mir Kraft! Führe mich fort von hier!“ Dann schickt ihm der Schöpfer zwei Kräfte, Aaron und Moses, zu Hilfe.

Frage: Muss der Mensch erst nach Ägypten hinabsteigen, um zu einem Aufschrei zu gelangen?

Antwort: Letztendlich ja, aber nicht nur das. Er muss hinabsteigen, und während er 400 Jahre in Ägypten bleibt, muss er vom Pharao vier Stufen des egoistischen Verlangens empfangen. Dann wird er den Unterschied zwischen sich und dem Pharao als zwei gegensätzliche Pole, die in der Natur existieren, wahrnehmen. In diesem Fall bleibt ihm nichts anderes übrig, als aus Ägypten zu fliehen. „Und die Kinder Israels schrien auf.“

Ein Mensch muss sich aus unserer Welt auf die Ebene des „Glaubens über dem Verstand“ erheben, auf die Ebene der „Eigenschaft des Gebens“ gelangen. Und dann wird der Schöpfer ihn erhören.

Aus der Fernsehsendung „Geheimnisse des ewigen Buches“, v. 6.9.2021

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Ist Psychologie problematisch?


Frage: Ich kann die höhere Kraft der Natur studieren, entweder um mein Leben in dieser Welt zu verbessern oder um über diese Welt hinauszuwachsen.

Nennen wir es Psychologie, wenn ich etwas mit dem Ziel, mein materielles Leben zu verbessern, erforsche? 

Antwort: Ja, allgemein gesagt ist Psychologie eine praktische Wissenschaft, wenn wir sie nur richtig einordnen und wertschätzen könnten. Tatsache ist, dass die Psychologie weiß, dass wir nicht fähig sind, in dem, was wir fühlen, objektiv zu sein, solange wir innerhalb der Wahrnehmung unserer Welt verbleiben.

Unsere Wahrnehmung ist sehr eingeschränkt und einseitig. Deshalb gibt es kein volles Bewusstsein. Wir können unsere Gefühle nicht richtig messen. Wir können sie nicht miteinander vergleichen, nicht genau graduieren, (einstufen), was der eine oder andere fühlt. Es fehlt die wissenschaftliche Methode der Erkenntnis dafür. 

Daher ist Psychologie, im wirklichen engen Sinne des Wortes, keine Wissenschaft. Hier kann nichts gemessen oder graduiert werden. Es gibt schöne umfassende Beschreibungen. Jedoch kann niemand klare Größen, eindeutige Sachverhalte und Verläufe an andere weitergeben. Wenn wir von der Psychologie sprechen, meinen wir die Wissenschaft unserer Gefühle. Wir können diese jedoch nicht genau benennen.

Aus der TV-Sendung „Geistige Zustände“ 10/15/21 

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Kann künstliche Intelligenz eine Seele bekommen? (Quora)

Frage: Kann künstliche Intelligenz eine Seele bekommen?

Antwort: Zunächst einmal handelt es sich nicht um Intelligenz. Wir sollten uns darauf einigen, was wir als Intelligenz bezeichnen und was nicht.

Ist eine Maschine, die verschiedene Züge korrekt berechnen kann, eine Intelligenz? Wir haben keine Möglichkeit, eine Maschine zu schaffen, die so intelligent wie ein Mensch ist. Ich sage Ihnen das als Spezialist für Biokybernetik, es ist mein erstes Spezialgebiet. Ich habe einen Abschluss in biologischer, medizinischer Kybernetik. Die Biokybernetik befasst sich mit kybernetischen Systemen in einem lebenden Organismus.

Wir können Maschinen erschaffen, die schlauer sind als wir, die schneller denken als wir. Wenn wir aber „Intelligenz“ definieren, sehen wir, dass es unmöglich ist, denn Intelligenz ist eine Eigenschaft, die uns von oben gegeben wurde, daher können wir nicht die gleiche Eigenschaft in mechanischer oder biologischer Materie erschaffen.

Maschinen werden also nie klüger sein als Menschen. Klüger, ja, aber nicht weiser. Sie können schneller zählen, präziser arbeiten usw., aber sie werden nie intelligenter sein als Menschen.

Anmerkung: Infolgedessen haben sie keine Seele.

Antwort: Ja, natürlich. Die Seele ist ein Teil des Schöpfers.

Aus dem Unterricht, 15.09.2019

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Wo ist Gott?

Wo ist Gott? Wo immer man ihn hereinlässt. (Menachem Mendel von Kotzk) 

Das ist wahr.

Frage: Lassen wir Ihn nicht herein?

Antwort: Ja: Wir weisen Ihn zurück, wir distanzieren Ihn von uns selbst. Deshalb bleiben wir innerhalb der kargen physikalischen Gesetze.

Aber wenn wir versuchen, den Schöpfer – die Eigenschaft des Gebens, der Liebe, der Verbundenheit und der Einheit – in unsere Welt zu bringen, wenn wir diesen Kräften erlauben, auf uns zu wirken, dann offenbaren wir Ihn wirklich.

Frage: Was bedeutet es, Ihn zu offenbaren? Kann ich Ihn hören, sehen oder fühlen?

Antwort: Ja: In sich selbst. Ich spüre, wie ich nach den Gesetzen der universellen Verbindung und Liebe handle.

Frage: Bedeutet das, dass ich den Schöpfer enthülle?

Antwort: Ja.

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Aus der Sendung „Nachrichten mit Dr. Michael Laitman“ 04.10.21



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Lasst uns die Balance finden


Wenn es um die Nichteinmischung in die unbelebte, pflanzliche und tierische Ebenen der Natur geht, sagen wir: „Aus der Natur sollst Du deine Pfoten raushalten; Wälder, Vögel, Tiere usw. dürfen wir nicht ausrotten. Alles muss mit Sorgfalt und Vorsicht durchgeführt werden.“

Und was die menschliche Natur angeht, da sind wir schwach. Denn wir sollten immer an uns selbst arbeiten, aber das will niemand. Das ist das Problem. 

Die Wissenschaft der Kabbala spricht nicht von Ökologie, sondern davon, wie wir selbst ein Gleichgewicht mit der Natur herstellen. Wir sind es, die der allgemeinen, globalen Homöostase einen besonderen Schaden zufügen. Denn das schädlichste Subjekt der Natur ist der Mensch.

Aber wie kann ein Mensch, der nur an sich selbst denkt, ein integraler Bestandteil der Natur werden?

Auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Ebene gibt es Gesetze, die Homöostase, innere Harmonie, um die Harmonie aller Teile zu gewährleisten. Das hat der Mensch nicht. Um ihn dazu zu bringen, dass er bewusst selbst zum Gleichgewicht mit der Natur beiträgt, muss er verstehen, was das ist und wie ein Gleichgewicht erreicht wird.

Um ein Gleichgewicht mit seiner Umgebung zu erzielen, muss jeder Mensch seine Aufmerksamkeit auf die Wünsche der anderen richten.  Umgekehrt, die anderen auf die seinen.  

Dies wird als das Gesetz der gegenseitigen Bürgschaft, des gegenseitigen Respekts bezeichnet.

Im Prinzip würde die Menschheit dies gerne realisieren. Denn alle Gesetze, die wir erlassen, wirken so, als wollten sie die Unkenntnis des Gesetzes der gegenseitigen Bürgschaft ausgleichen, aber dieser Ausgleich ist schwach, einseitig und falsch.

Würden wir uns an das Gesetz der gegenseitigen Bürgschaft halten, dann gäbe es für die Menschheit, und für die darunterliegenden Ebenen der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur, ein umfassendes Gleichgewicht. Das ist es, was zu erreich ist.

Wenn wir beginnen, das Gleichgewicht herzustellen, erkennen wir die Gesetze der natürlichen Wechselwirkung. Und dann werden wir in allem große Durchbrüche erzielen. Da wir verstehen werden, wie man die menschlichen Beziehungen auf allen Ebenen, zwischen Ehepartnern, Eltern und Kindern, Vorgesetzten und Mitarbeitern, und Mitarbeitern untereinander, sowie Chefs usw. richtig organisiert.

Wir werden in der Lage sein, klar zu verstehen, wie wir im Einklang mit der Natur, diese Beziehungen am Besten aufbauen.

Aus einem Vortrag über die Wissenschaft des Managements

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Was ist Bildung? (Quora)

Bildung – das heißt, die richtige Form der Bildung und nicht, wie es derzeit um den Erwerb von Fähigkeiten und Kenntnissen geht. Sie ist unsere Einbindung in ein bestimmtes soziales Umfeld, das uns eine Handlungslinie und eine Ausrichtung auf einen zukünftigen Zustand gibt.

Wir müssen unseren nächsten Zustand in unserem sozialen Umfeld sehen. Unser nächster Zustand drängt uns vorwärts, erweckt, ermutigt, motiviert und inspiriert uns, so zu sein. In einem sozialen Umfeld fällt es uns leichter, uns zu verändern.

Die Erzieher sollten also eine soziale Atmosphäre schaffen, in der unsere Gefühle und Stimmungen zu Impulsen für die Anpassung an unsere Umgebung werden, so dass sich die Einheiten, aus denen sich die Gesellschaft zusammensetzt, zu einer harmonischen Gruppe zusammenfinden, die zu unserem nächsten Zustand wird.

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